Biap - Empfehlung 25 - 01

Beratung von Eltern hörgeschädigter Kinder




Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Diagnose einer Schwerhörigkeit ist die Elternberatung ein integrierter Teil der gesamten Betreuung des Kind und seiner Familie.

Sie hat die Angleichung der Eltern - Kind - Interaktionen auf die spezifischen Bedürfnisse einer jeden Familie zum Ziel und muß planvoll und zielgerichtet angeboten werden.

Der Einsatz der Elternberatung ist die Einbeziehung der Eltern oder der Familie in jeden Lebensabschnit des Kindes bis ins Erwachsenenalter.

Sie verbindet das Hören, das Sprechen, das Denken und das Zusammenspiel, um so bei den Eltern eine Anpassung im Verhalten und der Emotionalität zu erlangen.

Sie muß berücksichtigen:

- die Stärke der Behinderung und die Art der Rehabilitation (Mehrfachhinderungen....),
- die persönlichen Grundzüge des Kindes und seiner Familie,
- die Verbindung anderer Personen in Beziehung mit den Eltern und/oder dem Kind (Krippe,
   Schule, Arbeitgeber, Vereine, Gehörlosenumfeld)
- die Mediatisierung der Hörbehinderung.

Sie wird in ihrer spezifischen Art gewährleistet durch jedes Mitglied der multidiszilinären Gruppe innerhalb der Audiophonologie, durch die Grenzen und Kompetenzbereiche eines jeden Einzelnen und in Achtung der ethischen Grundsätze (siehe Anhang I).

Die multidisziplinäre therapeutische Gruppe kann zentralisiert (Zentrum für Rehabilitation, medizinisches Zentrum oder Krankenhaus...) oder dezentralisiert sein (freie logopädische Praxis, HNO-Praxis, freier Hörgeräteakustiker...).

In jedem Falle muß die Elternberatung durch eine dieser Einfluß nehmenden Personen koordiniert sein (Logopäde/in, Arzt, Psychologe...), so daß eine Beratung abgesichert ist, die den Anforderungen Rechnung trägt hinsichtlich:

- Klarheit
- Zusammenhang
- Objektivität
 -Realität


Jeder Fachmann muß Kenntnis von den anderen Disziplinen haben, was auch immer seine Grundausbildung sei.
Er kann niemals:

- ein Werturteil abgeben
- ein Schuldgefühl bei den Eltern hervorrufen
- die Eltern ersetzen


Um in die Elternberatung einzutreten, muß er haben:

- ein Feingefühl für die Auswirkungen der Gehörlosigkeit auf die Familiensituation
- eine Zusatzausbildung zur Wartung der technischen Geräte


Die Empfehlung des biap 25-01 „Elternberatung" kann den einzelnen Ländern oder Regionen durch geographische oder verwaltungsmäßige Anforderungen angepaßt werden.

Diese kann jedoch niemals inhaltlich unter ihrem multidisziplinären, spezifischen, speziellen und ethischen Aspekt verändert werden.
 
 
 

Anhänge zur Empfehlung biap 25-01
 

I Arbeitsblatt zur Empfehlung nach folgenden Disziplinen

Die Rolle des Arztes

Die Rolle des Psychologen

Die Rolle des Logopäden

Die Rolle des Hörgeräteakustikers

Die Rolle des Sozialarbeiters

Die Rolle des Sonderschullehrers

Die Rolle erfahrener Eltern
 

II Bibliographie
 
 

B.I.A.P.

Kommission 25

„Elternberatung"

_____________

Anhang 1 zur Empfehlung „B.I.A.P. 25-01"

__________________________________

„ Beratung der Eltern hörgeschädigter Kinder durch die Fachbereiche."



A. Die Tätigkeit des Arztes

B. Die Tätigkeit des Psychologen

C. Die Tätigkeit des Logopäden

D. Die Tätigkeit des Hörgeräteakustikers

E. Die Tätigkeit des Sozialhelfers

F. Die Tätigkeit des Sonderschullehrers

G. Die Tätigkeit erfahrener Eltern

A. Die Tätigkeit des Arztes innerhalb der Elternberatung


Es ist notwendig, daß der Arzt spezialisiert ist in der Diagnostik und der Betreuung hörgeschädigter Kinder: HNO, Phoniater, Audiophonologe, .....

Er muß ausgebildet sein in der Wartungstechnologie.

Der Arzt in der Audiophonologie gewährleistet die Zuverlässigkeit der Diagnostik und der Behandlung in enger Zusammenarbeit mit den betreffenden Berufsgruppen und unter Beachtung ihrer spezifischen Kompetenz.
 

Bei der Bekanntgabe der Diagnostik muß er:

- die notwendige Zeit zur Verfügung stellen,

- taktvoll und ohne Zweideutigkeiten die Wahrheit sagen,

- die Rolle des Zuhörers einnehmen,

- über die Gehörlosigkeit mit ihren Folgen informieren,

- sich über die Fähigkeiten der Eltern und denen des Kindes rückversichern,
 

Die Bekanntgabe der Diagnostik muß zur unverzüglichen Behandlung führen.
 

In der Nachsorge muß er:

- regelmäßig gutachtlich in der frühen Kinheit Kind und Familie in vergleichbaren Zeitintervallen

überprüfen,

- die notwendige Zeit bereithalten, um den Eltern zuzuhören,

- ergänzende Überprüfungen vorbereiten (Ursachenermittlung...) und die Resultate mit der Familie und

mit der an der Therapie beteiligten Gruppe besprechen,

- in interdisziplinärer Zusammenarbeit die Behandlung für die audiophonologische Therapie und

die Familienberatung abschätzen und daraus folgernd gemeinsam eventuelle Veränderungen

herbeiführen können,

- die Eltern und das Kind, soweit es seine Entwicklung erlaubt, über neue Therapiemöglichkeiten

informieren,

- dem Kind helfen, seine Hörbehinderung zu verstehen,
 

Die medizinische Beratung wird weitergeführt bis ins Erwachsenenalter in altersentsprechend größeren Zeitabschnitten mit besonderer Aufmerksamkeit auf bestimmte sensible Phasen.
 


B. Die Tätigkeit des Psychologen in der Elternberatung


Durch eine zusätzliche Ausbildung muß der Psychologe die Problematik der Gehörlosigkeit beim Kind erfassen. Während andere Berufsgruppen Hörer der elterlichen Gefühle sind, kann der Psychologe hinzugezogen werden, diese in seinen Bereich und seine fachlichen klinischen Ausdrücke umzuformulieren.
 

Die Elternberatung umfaßt:

- eine indirekte Tätigkeit im Kreise der multidisziplinären Gruppe:

* im emotionalen Bereich, welches die Gruppe beleben kann,

* bei der notwendigen Zeitaufnahme für jede einzelne Familie, um die besonderen Bedürfnisse des

Kindes zu erfassen,

* im Zusammenhang mit dem erzieherischen Konzept für das Kind und der realen Familiensituation,

- eine direkte Tätigkeit, welche die Ordnung der elterlichen „Gefühlsäußerungen" betrifft,

dank des vom Psychologen vorgeschlagenen Gesprächszeitraumes; dort kann er ihre Erwartungen,

ihre Gefühle und ihr verändertes Verhalten, entstanden durch die Gehörlosigkeit ihres Kindes,

bearbeiten und in Angriff nehmen,
 

In dieser Beziehung muß der Psychologe:

- alle persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten hören und begünstigen, um eine emotionale Entlastung

herbeizuführen,

- die Persönlichkeitsstruktur der Eltern beim Gespräch über ihr Kind berücksichtigen,

- die Umformung und Gegen-Umformung der elterlichen Ausdrücke erlauben,

- die Risiken seiner passenden Gegen-Umformung gebührend kennen,
 

Auf jeden Fall ist die Einflußnahme eines Psychologen ab dem Moment der Bekanntgabe der Diagnose und während der gesamten erzieherischen und therapeutischen Arbeit notwendig.
 

Der Psychologe kann hinzugezogen werden, um den Eltern eine Psychotherapie vorzuschlagen, und folglich eine Übereinkunft zu treffen in der Möglichkeit einer starken Veränderung im Zusammenhang mit ihrem psycho-affektiven Niveau.

In der Beratung wirkt sich die Arbeit auf die Eltern-Kind-Beziehung aus und sucht sie zu verbessern. Diese Arbeit vollzieht sich auch durch die Beziehung Psychologe-Eltern, auf eine positive Art entstanden, ein Bündnis, eine Vertauensbasis. Sie betrifft die wirklichen und vorstellbaren Interaktionen zwischen Eltern und Kind. Der Sinn elterlichen Verhaltens wird überprüft. Der Psychologe erlaubt sich, auf bestimmte, konkrete Fragen der Eltern zu antworten und kann eine „direktive" Haltung einnehmen.

In der Therapie dagegen sucht die Person, die um Hilfe bittet, ihre eigene Entfaltungsmöglichkeit; die Familie, die um Hilfe bittet, sucht, ihre Funktionsweise zu verbessern. Der Therapeut muß sich neutral verhalten und seine Arbeit muß auf den Bezug Therapeut-Patient gelegt sein.

Ziel der Arbeit in der Elternberatung oder der Therapie muß Klärung durch den Psychologen und Akzeptanz durch die Eltern sein.
 


C. Die Tätigkeit des Logopäden innerhalb der Elternberatung


Der Logopäde stellt ein Verbindungsglied zwischen den Fachleuten der Elternberatung dar.
 

- Er muß die die Familie zu leiten wissen zu den verschiedenen Partnern innerhalb der Fachgruppe.
 

- Er muß die Fähigkeit der Informationsaneignung der Eltern abschätzen und angleichen können.
 

- Er muß:

* den Eltern bei der Umformulierung und Ausarbeitung des Planes für ihr Kind helfen,
 

* den Eltern erlauben, ihre Ziele wiederzufinden und festzulegen,
 

* die Eltern sensibilisieren auf die Notwendigkeiten ihres Kindes und auf die Wichtigkeit ihrer

eigenen Rolle,
 

* den Eltern Kommunikationsmittel und Hilfen für die Entwicklung der Sprache vorschlagen, wodurch die Gewinnung und Aneignung eines entsprechenden linguistischen Interaktionsmodells erlaubt wird,
 

Außerdem muß der Logopäde durch seine Spezialisierung in der Audiophonologie und durch seine persönliche Ausbildung mit seinen eigenen Emotionen umgehen können. Er muß die der Eltern zu empfangen, zu hören und eventuell zu kanalisieren wissen.
 

Die Elternberatung muß sich in einem Klima des Vertrauens abspielen, dabei sollten die Grenzen des Einsatzes der Familie bei der Erziehung des Kindes und der notwendigen Zeit für die Mitarbeit respektiert werden.
 


D. Die Tätigkeit des Hörgeräteakustikers innerhalb der Elternberatung


Die Tätigkeit des Hörgeräteakustikers in der Elternberatung setzt ein partnerschaftliches Verhältnis voraus.

Er nimmt eine Funktion des Informierens, des Zuhörens und der schnellen und aufmerksamen Mitwirkung ein.

Die Orientierung nach anderen Disziplinen, mit denen er zusammenarbeitet, ist ebenfalls seine Aufgabe.
 

Er nimmt Teil an der multidisziplinären Gruppe innerhalb der Audiophonologie, selbst wenn er vornehmlich in einem unterschiedlichen Bereich arbeitet.
 

Der Hörgeräteakustiker muß haben:

- gute Kenntnis über die Entwicklung des Kindes und des hörgeschädigten Kindes,

- Einfühlungsvermögen über die Auswirkungen der Hörschädigung auf die familiäre Situation,

- eine Ausbildung zur Hörgeräteanpassung bei kleinen Kindern,
 

Die Information des Hörgeräteakustikers muß klar und fein abgestuft sein:

- um mit dem Hörgerät alle Notwendigkeiten in Übereinstimmung zu bringen,

- um den Eltern ein Gefühl des Vertrauens in die Hörgeräteanpassung zu geben, aber dennoch ein so

sehr erhoffte „Wunder" zu verneinen,

- um deutlich zu machen, daß ohne das Heranziehen anderer Fachdisziplinen (besonders der

Logopädie) die Hörgeräteanpassung wenig leistungsfähig sein wird im Verhältnis zu den Fähigkeiten

des Kindes,
 

Der Hörgeräteakustiker muß wissen, wie schwierig es ist, seine Information zu integrieren in eine Fülle von Gefühlen des Schmerzes und wiederholender Fragen.

Seine Tätigkeit in der Elternberatung muß besonders rücksichtsvoll im Alter der Früherziehung sein, im Falle einer progredienten Schwerhörigkeit und im Falle einer Zusatzbehinderung.
 


E. Die Tätigkeit des Sozialhelfers innerhalb der Elternberatung


Sein Einfluß in der Elternberatung zielt darauf ab, für das hörgeschädigte Kind und seine Familie günstige Bedingungen zu ihrer Entfaltung zu schaffen:

- „Selbständigkeit und Entwicklung der Fähigkeiten eines jeden,

- die Entwicklung der gegenseitigen Anpassung des Individuums und der Gesellschaft" (Beschreibung

des Berufsethos ANAS - France).

Der Sozialarbeiter muß darauf achten, daß er das Kind und die Eltern dazu führt, Veränderungen aus eigener Kraft herbeizuführen.
 

Der Sozialarbeiter hat eine Doppelfunktion.
 

1. Im familiären Umfeld

* die Eltern über ihre Rechte zu informieren und zu einem zügigen Genuß dieser zu kommen,

* die Verbindung zwischen der Familie und der multidisziplinären Fachgruppe, der

Verwaltung, den Arbeitgebern und anderen sozialen Dienstleistungen zu ermöglichen,

* mit großer Aufmerksamkeit ganz besonders auf gehörlose Familien, ausländische Familien, sozial verarmte Familien und gefährdete Familien achte,

* die Familien zu motivieren, als Eltern Partner im sozialen Integrationsplan für ihr Kind zu sein,

* gegebenenfalls durch Erziehungsberatung und häusliche Begleitung eine Vorbeugung ermöglichen,
 

2. Im multidisziplinären Umfeld

* die unentbehrliche Zeit zu schaffen zur Zusammenarbeit und zur Verteilung der notwendigen

Informationen, zur Koordination der Arbeit eines jeden einzelnen und zur Bewertung des

Projektes,

* stets darauf zu achten, daß die Familie mit allen ihren Möglichkeiten und Grenzen im

täglichen Leben verstanden und anerkannt wird,

* sich bei der eigenen Arbeit in der Elternberatung nach den Beiträgen der anderen Diszipöinen

richten,
 

Unter Beachtung der Rechte einer hörgeschädigten Person trägt der Sozialhelfer innerhalb der Elternbegleitung und der Arbeit mit der interdisziplinären Gruppe dazu bei, daß die Behinderung von seiten der Familie und der Gesellschaft allgemein angenommen wird.
 


F. Die Tätigkeit des Sonderschullehrers innerhalb der Elternberatung


Der Sonderschullehrer für Hörgeschädigte muß:
 

* mit einem guten Feingefühl ausgestattet sein, für die Auswirkungen der Hörschädigung auf die

familiäre Situation,

* die therapeutische Fachgruppe kennen und selbst, wenn diese entfernt ist, in dauernder Verbindung

mit dieser stehen,

* das Berufsethos der beteiligten medizinischen und paramedizinischen Gruppen respektieren,
 

Die Arbeit des Sonderschullehrers in der Elternberatung besteht aus:

- der Information der Eltern über die pädagogischen Ziele der Institution und der Klasse, in der sich

das Kind befindet,

Dies beinhaltet:

* die gebräuchlichen Kommunikationsmittel,

* die angewandten Mittel zur Entwicklung der Sprache,

* die allgemeinen Erziehungsziele,

* die angestrebten schulischen Ziele und die Mittel, diese zu erreichen,
 

- der Sicherstellung der Übereinstimmung der elterlichen Ziele und der Ziele der Institution und der

Klasse,
 

- der Sicherstellung der regelmäßigen Zusammenarbeit zwischen:

* den Eltern und ihm selbst,

* den Eltern und der Gemeinschaft der pädagogischen Gruppe,

* den Eltern und der therapeutischen Gruppe,
 

- der Sicherstellung:

* der Informationen über die schulische Entwicklung des Kindes und besonders über seine

Lernfortschritte,

* der Überlegungen über die maßgeblichen Mittel, welche dem Kind eine schulische

Weiterentwicklung erlauben (abschätzen der individuellen Hilfen, pädagogische Hilfen,

Elterneinsatz...),
 

Der Sonderschullehrer ist Mitglied der multidisziplinären Gruppe und in dieser Funktion wird er auch den Überlegungen zur Zukunfts- und Neuorientierung des hörgeschädigten Schülers teilnehmen.

Aus pädagogischer Sicht wird er dazu folgende Elemente beitragen:

- das erreichte Niveau in den Lernvorgängen,

- das Verhalten in der Gruppe/Klasse und im erweiterten schulischen Umfeld,

- das Verhalten zur Arbeit in der Schule,
 

Diese Elemente müssen maßgeblich zur (Neu)orientierung des Schülers beitragen und müssen in die Elternberatung übertragen, überlegt und diskutiert werden.
 


G. Die Tätigkeit von erfahrenen Eltern in der Elternberatung


Bei einer Familie mit einem hörgeschädigten Kind, haben Eltern, die ausgebildet und erfahren sind, eine grundlegende und ergänzende Aufgabe innerhalb der von den Fachleuten übernommenen Elternberatung.

Diese Eltern haben Vorerfahrungen gegenüber der Zielgruppe und im Verhältnis zur Behinderung ihres eigenen Kindes Abstand gewonnen. Somit können diese erfahrenen Eltern Vermittler sein, indem sie Botschaft der Realität und der Hoffnung geben.
 

Sie führen Treffen zwischen betroffenen Familien bei, die dann erlauben:

- daß man sich gegenseitig austauschen kann,

- daß man seine Gefühle ausdrücken kann,

- daß man Informationen austauschen kann,
 

Diese Treffen begünstigen die Solidarität und die Gewinnung einer Distanz zu den unkontrollierten bruchstückhaften Informationen der Massenmedien, sie liefern genauere Informationen zum Bereich der Hörschädigung und erreichen das Bewußtwerden der Elternrolle.
 

Zu diesen Treffen laden die erfahrenen Eltern Fachleute ein, deren Darbietungen, obwohl die Eltern dies in ähnlicher Form schon gehört haben, angepaßt und anders aufgenommen werden, dank der besonderen Atmosphäre dieses Treffens.
 

Die erfahrenen Eltern müssen Fachleute aus dem psycho-sozialen Bereich hinzuziehen, um ein eventuelles Abtriften zu vermeiden.
 
 

B.I.A.P.

Commission Technique 25

„Guidance Parentale"
_____________

Annexe II A LA Recommandation „B.I.A.P. 25 - 01"

„ Guidance des Parents d'enfants présentant

une déficience auditive, par discipline"

______________________

Bibliographie


Bayen J.F. , 1978: Handicaps sensoriels de l'enfant et blessure narcissique. La revue du praticien,

28. 50.
 

Berne E. , 1977: Analyse transactionelle et psychothérapie, Paris, Payot.
 

Blanloeil S. , 1985: Le processus du deuil chez les parents d'enfants sourds, Revue générale de l'enseignement des déficients auditifs publiée par l'association francaise des enseignants, 3. 101-117.
 

Blum A. , 1990: La guidance familiale, Bull. Audiophonol.,

Vol. VI NS, 3-4, mono 129 427-434
 

Bodner-Johnson B. , 1985: Families that work for the hearing impaired child,

Volta Review, 131-137.
 

Boucher N. , Medan M. et Torossian V. , 1991: Les prises en charge précoces d'enfants porteurs de handicaps. Handicaps et inadaptions, n° 53.
 

Bromwich R.M. , 1981: Working with parents and Infants. An interactionnal approach,

R. M. Bromwich ed., University park press baltimore, 363 p.
 

Calvert R. D. , 1984: Parents'guide to speech and deafness, The Alexander Graham Belle Association

for the death, 3417 Volta place, NW, Washington, DC 20007, USA
 

Clerebaut N. , 1990: La guidance parentale en éducation pr`recoce. Quell place lui donner?,

Bull. Audiophonol., Vol VI NS, 3-4, mono 135, 435-447.
 

Deleau M. , 1993: La réparation. Informations sociales, n° 25.
 

Demanez S. , 1979: Groupe d'information et de réflexion avec des parents d'enfant déficients auditifs sévères et profonds, „L'enfant sourd avant 3 ans" CTNERHI, Actes du colloque international organisé

par l'ANPEDA , 181-191
 

Demanez S. , 1989: La guidance parentale, Bull. Audiophonol. Ann. Sc. Univ. Franche-Conté,

Vol V NS, 3-4, 435-446.
 

Denis M. : Les problèmes de la psychothérapie chez le jeune enfant sourd. Rééducation orthophoniqui,

361-365.
 

Dubois-Chapuy P. & Helias J. , 1990: Education précoce, Guidance parentale, Accopagnement des parents, dans „La surdité chez l'enfant en France", coord. j.-P. BOULLON, Centre Technique National d'études et de recherches sur les handicaps et les inadaptions, 2 rue Auguste Comte, BP 47,

92173 Vanves cedex.
 

Dubois-Rouzeau P. , 1987: Education précoce des enfants déficients auditifs, Cahiers de l'audition,

79, 11-16.
 

Garland c., Swanson J. & Stone N:W. , 1981: Early intervention for children with special needs and their families: findings and recommandations, Washington University, Seattle, 49 p.
 

Genin P. & Menegaux A. , 1976 Pour une méthodologie de la guidance précoce de parents d'enfants déficients auditifs, Bull. Audiophonol., 6, 3, 141-140
 

Genin P. & Guichard M. , 1979: Méthodologie pour une guidance parentale: De la guidance précoce au parentage, Bull. Audiophonol. (Prélangage IV) 9, 6, 6378.
 

Greenberg M.T. & Marvin R.S., 1979: Attachment patterns in profoundly deaf preschool children, Merrill-Palmer Quaterly, 25, 4, 265-279.
 

Greenberg M.T., 1983: Family stress and child competence: the effects of early intervention for families with deaf infants, A.A.D., 407-416.
 

Hayez J-Y., 1978: La guidance parentale, Ed. Privat.
 

Healey, James E., 1982: The speech pathologist role in the management of the Hearing Impaired, Aust. J. Of. Human Comm. DIS, 10-1.
 

Helias J., 1990: Organisation d`une guidance parentale, Bull. Audiophonol., Vol. VI NS, 3-4, mono 135, 447-459.
 

Helias J., 1990: Le rôle du médecin dans la guidace de parents d`enfant sourd. Bull. Audiophonol., Vol VI, 3-4, mono 129, 455-463.
 

Horton K.B., 1976: Early intervention for hearing-impaired infants and young children in intervention strategies for high rish infants and young children, Ed. Théodore Jossem, Univ. Park Press, Baltimore, 371-380.
 

Kroth R.L., 1987: Mixed or missed messages between parents and professionnals, Volta Review, 89, 5, 163-167.
 

Kubler-Ross E., 1969: On death and dyind, New York, MacMillan co.
 

Kubler-Ross E., 1977: La mort, dernière étape de la croissance Ed. Quebec/Amérique, Montréal,

217 p
 

Lamy T., 1981: Réalités de la guidance parentale et de L`éducation précose, Bull. Audiophonol., 12, 3, 341-348.

Le Francois J. , 1979: Des parents comme agents d`intervention auprès d`autre parents. Pourquoi et comment? „L`enfant sourd avant 3 ans." CTNERHI, Actes du colloque international organisé par l`ANPEDA, 193-206.
 

Leigh I. W. : Parenting and the Hearing Impaired: Attachment and Coping. Volta Review, 89 n° 5.
 

Lepot-Froment C. , 1988: De la communication pré-linguistique à la communication linguistique: des questions à propos des phénomènes de transition, ISOCEL „Interventions précoces en audiophonologie", 11-41.
 

Lepot-Froment C., 1979: Vers une recherche de principes d`éducation précoce. Publication du CTNERHI, Actes du colloque ANPEDA, Paris.
 

Lepot-Froment C.: Guidance parentale et développement de la communication chez l`enfant. L`instauration du dialoque. le langage et l`homme.
 

Ling Phillips A.H., 1981: Early Habilitation: a blend of counselling and guidance, in Early management of hearing loss, Mencher G.T. Gerber SE eds. New York. Grune & Stratton, 225-242.
 

Ling-Phillips A.H., 1987: Working with parents. A story of personal and professionnal growth, Volta Review, 89, 5, 130-147.
 

Luterman D., 1979: Counseling parents of hearing impaired children, D. Luterman, D. Ed., Brown and Company Boston.
 

Mark G.T., 1979: Family Stress and Child Competence. : The effects of Hearly Intervention for families with deaf infants, A.A.D.
 

Mark G.T. & Marvin R.S., 1979: Attachment Patterns in Profoundly Deaf Preschool Children, Merrill-Palmer, 25, 4.
 

Mellor K. & Schiff E., 1077: Meconnaissances, Act. en Analyse Transactionnelle, 1-3.
 

Moses K.L., 1985: Dynamic intervention with families, in hearing Impaired children and youth with developmental disabilities and Interdisciplinary Foundation for Sevice, Cherow E., Matkin N. & Trybus R. eds, Gallaudet College Press, Washington D.C., 82-98.
 

Moses K.L., 1983: The impact of initial diagnosis mobilizing families resources, in Parent professionnal partnerships, in Developmental Disability Services, J.A. Mulick & S.M. Pueschel eds, The Ware Press Cambridge, 11-34.
 

Moses K.L., 1985: Infant deafness and parental grief: psychological early intervention, in Education of Hearing Impaired Child, Taylor & Francis Ltd, London, 85-102.
 

Moses K.L., 1986: On loss, grieving, coping, facilitating intervening notes on helping, Ressource Networks, Inc., 930 Maple Ave, Evanston, IL 60202.
 

Mottier C., 1990: Les parents d`enfants déficients auditifs, revue annuelle de la surdité, Bull. Audiophonol., 13, 1, 37-48.
 

Mottier C., 1978: Les parents d`enfants déficients auditifs, Analyse bibliographique des ouvrages parus depuis 1960. Bull. Audiophonol., 8, 8.
 

Northscott W.H., 1973: Competencies needet by teachers of hearing impaired infants, birth for three years, and their parents, Volta Review, 532-544.
 

Ogden P.W. & Lipsett S., 1982: The silent garden. Understanding the hearing impaired child, St.-Martin`s Press, New York, 227 p.
 

Ogden P.W., 1984: Parenting in the mainstream, Volta Review, 86, 29-39.
 

Paradis J.B., 1987: Interactions parent-enfant en bas àge et implications sur le développement du langage de l`enfant avec problème auditif, Entendre, 78, 30-31.
 

Phillips L.A., 1987: Working with parents, a story of personal growth, Volta Review,89, 5.
 

Pueschel S.M., 1983: Parental reactions and professionnal counseling at the birth a handicapped child, in Parent professionnal partnerships Academic Guild Publ. Cambridge, 35-41.
 

Sanders D.A., 1980: Hearing and orientation and counseling, in Amplification for the hearing impaired, Mickael C. Pollack ed, Grune and Stratton, New York, 343-391
 

Schontz F.C., 1965: Reactions to crisis, Volta Review, 67, 364-370.
 

Solnit A.J. & Stark M.H., 1961: Mourning and the Birth of a Defective Child, Psychoanalytic Study of the Child, 16, 523-537.
 

Stoker R.G. & Spear J.H., 1984: Hearing - Impaired perspectives on living in the mainstream, Volta Review, 86, 5, The Alexander Graham Bell Association for the deaf, 3417 Volta place, NW, Washington D.C., 20007 USA.
 

Stream R.W. & Stream K.S., 1978: Counseling the parents of Hearing Impaired Child, in Pediatric Audiology, F.N. MARTINE ed., Englewood cliffs Prentice Hall, 311-355.
 

Tamet J.Y. & Berger M., 1983: Principes de prise ne charche psychologique du jeune enfant sourd, Rééducation orthophonique, 21, 55-61.
 

Treadwell Tracy L., 1984: Talks to parents, John Tracy Clinic published by Jeffries Banknote Company, Los Angeles, California.
 

Van Uden A.M.J., 1979: Comment „entrer en conversation" avec l`enfant dépourvu de parole et de langage. Une étude dialectique linguistique (extraits), „L`enfant sourd avant 3 ans". 48-87.
 

Watzlawick P., 1975: Changement, paradoxes et psychothérapie, Paris, Seuil.
 

Webster E.J., 1977: Counseling with parents and handicapped children in Guideline for improving communication, Grune & Stratton Inc, 111 fifth Avenue, New York 10003, USA.