Beratung von Eltern hörgeschädigter Kinder
Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Diagnose einer Schwerhörigkeit ist die Elternberatung ein integrierter Teil der gesamten Betreuung des Kind und seiner Familie.
Sie hat die Angleichung der Eltern - Kind - Interaktionen auf die spezifischen Bedürfnisse einer jeden Familie zum Ziel und muß planvoll und zielgerichtet angeboten werden.
Der Einsatz der Elternberatung ist die Einbeziehung der Eltern oder der Familie in jeden Lebensabschnit des Kindes bis ins Erwachsenenalter.
Sie verbindet das Hören, das Sprechen, das Denken und das Zusammenspiel, um so bei den Eltern eine Anpassung im Verhalten und der Emotionalität zu erlangen.
Sie muß berücksichtigen:
- die Stärke der Behinderung und die Art der Rehabilitation (Mehrfachhinderungen....),
- die persönlichen Grundzüge des Kindes und seiner Familie,
- die Verbindung anderer Personen in Beziehung mit den Eltern und/oder dem Kind (Krippe,
Schule, Arbeitgeber, Vereine, Gehörlosenumfeld)
- die Mediatisierung der Hörbehinderung.
Sie wird in ihrer spezifischen Art gewährleistet durch jedes Mitglied der multidiszilinären Gruppe innerhalb der Audiophonologie, durch die Grenzen und Kompetenzbereiche eines jeden Einzelnen und in Achtung der ethischen Grundsätze (siehe Anhang I).
Die multidisziplinäre therapeutische Gruppe kann zentralisiert (Zentrum für Rehabilitation, medizinisches Zentrum oder Krankenhaus...) oder dezentralisiert sein (freie logopädische Praxis, HNO-Praxis, freier Hörgeräteakustiker...).
In jedem Falle muß die Elternberatung durch eine dieser Einfluß nehmenden Personen koordiniert sein (Logopäde/in, Arzt, Psychologe...), so daß eine Beratung abgesichert ist, die den Anforderungen Rechnung trägt hinsichtlich:
- Klarheit
- Zusammenhang
- Objektivität
-Realität
Jeder Fachmann muß Kenntnis von den anderen Disziplinen haben,
was auch immer seine Grundausbildung sei.
Er kann niemals:
- ein Werturteil abgeben
- ein Schuldgefühl bei den Eltern hervorrufen
- die Eltern ersetzen
Um in die Elternberatung einzutreten, muß er haben:
- ein Feingefühl für die Auswirkungen der Gehörlosigkeit auf die Familiensituation
- eine Zusatzausbildung zur Wartung der technischen Geräte
Die Empfehlung des biap 25-01 „Elternberatung" kann den einzelnen
Ländern oder Regionen durch geographische oder verwaltungsmäßige
Anforderungen angepaßt werden.
Diese kann jedoch niemals inhaltlich unter ihrem multidisziplinären,
spezifischen, speziellen und ethischen Aspekt verändert werden.
Anhänge zur Empfehlung biap 25-01
I Arbeitsblatt zur Empfehlung nach folgenden Disziplinen
Die Rolle des Arztes
Die Rolle des Psychologen
Die Rolle des Logopäden
Die Rolle des Hörgeräteakustikers
Die Rolle des Sozialarbeiters
Die Rolle des Sonderschullehrers
Die Rolle erfahrener Eltern
II Bibliographie
B.I.A.P.
Kommission 25
„Elternberatung"
_____________
Anhang 1 zur Empfehlung „B.I.A.P. 25-01"
__________________________________
„ Beratung der Eltern hörgeschädigter Kinder durch die Fachbereiche."
A. Die Tätigkeit des Arztes
B. Die Tätigkeit des Psychologen
C. Die Tätigkeit des Logopäden
D. Die Tätigkeit des Hörgeräteakustikers
E. Die Tätigkeit des Sozialhelfers
F. Die Tätigkeit des Sonderschullehrers
G. Die Tätigkeit erfahrener Eltern
A. Die Tätigkeit des Arztes innerhalb der Elternberatung
Es ist notwendig, daß der Arzt spezialisiert ist in der Diagnostik und der Betreuung hörgeschädigter Kinder: HNO, Phoniater, Audiophonologe, .....
Er muß ausgebildet sein in der Wartungstechnologie.
Der Arzt in der Audiophonologie gewährleistet die Zuverlässigkeit
der Diagnostik und der Behandlung in enger Zusammenarbeit mit den betreffenden
Berufsgruppen und unter Beachtung ihrer spezifischen Kompetenz.
Bei der Bekanntgabe der Diagnostik muß er:
- die notwendige Zeit zur Verfügung stellen,
- taktvoll und ohne Zweideutigkeiten die Wahrheit sagen,
- die Rolle des Zuhörers einnehmen,
- über die Gehörlosigkeit mit ihren Folgen informieren,
- sich über die Fähigkeiten der Eltern und denen des Kindes
rückversichern,
Die Bekanntgabe der Diagnostik muß zur unverzüglichen Behandlung
führen.
In der Nachsorge muß er:
- regelmäßig gutachtlich in der frühen Kinheit Kind und Familie in vergleichbaren Zeitintervallen
überprüfen,
- die notwendige Zeit bereithalten, um den Eltern zuzuhören,
- ergänzende Überprüfungen vorbereiten (Ursachenermittlung...) und die Resultate mit der Familie und
mit der an der Therapie beteiligten Gruppe besprechen,
- in interdisziplinärer Zusammenarbeit die Behandlung für die audiophonologische Therapie und
die Familienberatung abschätzen und daraus folgernd gemeinsam eventuelle Veränderungen
herbeiführen können,
- die Eltern und das Kind, soweit es seine Entwicklung erlaubt, über neue Therapiemöglichkeiten
informieren,
- dem Kind helfen, seine Hörbehinderung zu verstehen,
Die medizinische Beratung wird weitergeführt bis ins Erwachsenenalter
in altersentsprechend größeren Zeitabschnitten mit besonderer
Aufmerksamkeit auf bestimmte sensible Phasen.
B. Die Tätigkeit des Psychologen in der Elternberatung
Durch eine zusätzliche Ausbildung muß der Psychologe die
Problematik der Gehörlosigkeit beim Kind erfassen. Während andere
Berufsgruppen Hörer der elterlichen Gefühle sind, kann der Psychologe
hinzugezogen werden, diese in seinen Bereich und seine fachlichen klinischen
Ausdrücke umzuformulieren.
Die Elternberatung umfaßt:
- eine indirekte Tätigkeit im Kreise der multidisziplinären Gruppe:
* im emotionalen Bereich, welches die Gruppe beleben kann,
* bei der notwendigen Zeitaufnahme für jede einzelne Familie, um die besonderen Bedürfnisse des
Kindes zu erfassen,
* im Zusammenhang mit dem erzieherischen Konzept für das Kind und der realen Familiensituation,
- eine direkte Tätigkeit, welche die Ordnung der elterlichen „Gefühlsäußerungen" betrifft,
dank des vom Psychologen vorgeschlagenen Gesprächszeitraumes; dort kann er ihre Erwartungen,
ihre Gefühle und ihr verändertes Verhalten, entstanden durch die Gehörlosigkeit ihres Kindes,
bearbeiten und in Angriff nehmen,
In dieser Beziehung muß der Psychologe:
- alle persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten hören und begünstigen, um eine emotionale Entlastung
herbeizuführen,
- die Persönlichkeitsstruktur der Eltern beim Gespräch über ihr Kind berücksichtigen,
- die Umformung und Gegen-Umformung der elterlichen Ausdrücke erlauben,
- die Risiken seiner passenden Gegen-Umformung gebührend kennen,
Auf jeden Fall ist die Einflußnahme eines Psychologen ab dem Moment
der Bekanntgabe der Diagnose und während der gesamten erzieherischen
und therapeutischen Arbeit notwendig.
Der Psychologe kann hinzugezogen werden, um den Eltern eine Psychotherapie vorzuschlagen, und folglich eine Übereinkunft zu treffen in der Möglichkeit einer starken Veränderung im Zusammenhang mit ihrem psycho-affektiven Niveau.
In der Beratung wirkt sich die Arbeit auf die Eltern-Kind-Beziehung aus und sucht sie zu verbessern. Diese Arbeit vollzieht sich auch durch die Beziehung Psychologe-Eltern, auf eine positive Art entstanden, ein Bündnis, eine Vertauensbasis. Sie betrifft die wirklichen und vorstellbaren Interaktionen zwischen Eltern und Kind. Der Sinn elterlichen Verhaltens wird überprüft. Der Psychologe erlaubt sich, auf bestimmte, konkrete Fragen der Eltern zu antworten und kann eine „direktive" Haltung einnehmen.
In der Therapie dagegen sucht die Person, die um Hilfe bittet, ihre eigene Entfaltungsmöglichkeit; die Familie, die um Hilfe bittet, sucht, ihre Funktionsweise zu verbessern. Der Therapeut muß sich neutral verhalten und seine Arbeit muß auf den Bezug Therapeut-Patient gelegt sein.
Ziel der Arbeit in der Elternberatung oder der Therapie muß
Klärung durch den Psychologen und Akzeptanz durch die
Eltern sein.
C. Die Tätigkeit des Logopäden innerhalb der Elternberatung
Der Logopäde stellt ein Verbindungsglied zwischen den Fachleuten
der Elternberatung dar.
- Er muß die die Familie zu leiten wissen zu den verschiedenen
Partnern innerhalb der Fachgruppe.
- Er muß die Fähigkeit der Informationsaneignung der Eltern
abschätzen und angleichen können.
- Er muß:
* den Eltern bei der Umformulierung und Ausarbeitung des Planes für
ihr Kind helfen,
* den Eltern erlauben, ihre Ziele wiederzufinden und festzulegen,
* die Eltern sensibilisieren auf die Notwendigkeiten ihres Kindes und auf die Wichtigkeit ihrer
eigenen Rolle,
* den Eltern Kommunikationsmittel und Hilfen für die Entwicklung
der Sprache vorschlagen, wodurch die Gewinnung und Aneignung eines entsprechenden
linguistischen Interaktionsmodells erlaubt wird,
Außerdem muß der Logopäde durch seine Spezialisierung
in der Audiophonologie und durch seine persönliche Ausbildung mit
seinen eigenen Emotionen umgehen können. Er muß die der Eltern
zu empfangen, zu hören und eventuell zu kanalisieren wissen.
Die Elternberatung muß sich in einem Klima des Vertrauens abspielen,
dabei sollten die Grenzen des Einsatzes der Familie bei der Erziehung des
Kindes und der notwendigen Zeit für die Mitarbeit respektiert werden.
D. Die Tätigkeit des Hörgeräteakustikers innerhalb der Elternberatung
Die Tätigkeit des Hörgeräteakustikers in der Elternberatung setzt ein partnerschaftliches Verhältnis voraus.
Er nimmt eine Funktion des Informierens, des Zuhörens und der schnellen und aufmerksamen Mitwirkung ein.
Die Orientierung nach anderen Disziplinen, mit denen er zusammenarbeitet,
ist ebenfalls seine Aufgabe.
Er nimmt Teil an der multidisziplinären Gruppe innerhalb der Audiophonologie,
selbst wenn er vornehmlich in einem unterschiedlichen Bereich arbeitet.
Der Hörgeräteakustiker muß haben:
- gute Kenntnis über die Entwicklung des Kindes und des hörgeschädigten Kindes,
- Einfühlungsvermögen über die Auswirkungen der Hörschädigung auf die familiäre Situation,
- eine Ausbildung zur Hörgeräteanpassung bei kleinen Kindern,
Die Information des Hörgeräteakustikers muß klar und fein abgestuft sein:
- um mit dem Hörgerät alle Notwendigkeiten in Übereinstimmung zu bringen,
- um den Eltern ein Gefühl des Vertrauens in die Hörgeräteanpassung zu geben, aber dennoch ein so
sehr erhoffte „Wunder" zu verneinen,
- um deutlich zu machen, daß ohne das Heranziehen anderer Fachdisziplinen (besonders der
Logopädie) die Hörgeräteanpassung wenig leistungsfähig sein wird im Verhältnis zu den Fähigkeiten
des Kindes,
Der Hörgeräteakustiker muß wissen, wie schwierig es ist, seine Information zu integrieren in eine Fülle von Gefühlen des Schmerzes und wiederholender Fragen.
Seine Tätigkeit in der Elternberatung muß besonders rücksichtsvoll
im Alter der Früherziehung sein, im Falle einer progredienten Schwerhörigkeit
und im Falle einer Zusatzbehinderung.
E. Die Tätigkeit des Sozialhelfers innerhalb der Elternberatung
Sein Einfluß in der Elternberatung zielt darauf ab, für das hörgeschädigte Kind und seine Familie günstige Bedingungen zu ihrer Entfaltung zu schaffen:
- „Selbständigkeit und Entwicklung der Fähigkeiten eines jeden,
- die Entwicklung der gegenseitigen Anpassung des Individuums und der Gesellschaft" (Beschreibung
des Berufsethos ANAS - France).
Der Sozialarbeiter muß darauf achten, daß er das Kind und
die Eltern dazu führt, Veränderungen aus eigener Kraft herbeizuführen.
Der Sozialarbeiter hat eine Doppelfunktion.
1. Im familiären Umfeld
* die Eltern über ihre Rechte zu informieren und zu einem zügigen Genuß dieser zu kommen,
* die Verbindung zwischen der Familie und der multidisziplinären Fachgruppe, der
Verwaltung, den Arbeitgebern und anderen sozialen Dienstleistungen zu ermöglichen,
* mit großer Aufmerksamkeit ganz besonders auf gehörlose Familien, ausländische Familien, sozial verarmte Familien und gefährdete Familien achte,
* die Familien zu motivieren, als Eltern Partner im sozialen Integrationsplan für ihr Kind zu sein,
* gegebenenfalls durch Erziehungsberatung und häusliche Begleitung
eine Vorbeugung ermöglichen,
2. Im multidisziplinären Umfeld
* die unentbehrliche Zeit zu schaffen zur Zusammenarbeit und zur Verteilung der notwendigen
Informationen, zur Koordination der Arbeit eines jeden einzelnen und zur Bewertung des
Projektes,
* stets darauf zu achten, daß die Familie mit allen ihren Möglichkeiten und Grenzen im
täglichen Leben verstanden und anerkannt wird,
* sich bei der eigenen Arbeit in der Elternberatung nach den Beiträgen der anderen Diszipöinen
richten,
Unter Beachtung der Rechte einer hörgeschädigten Person
trägt der Sozialhelfer innerhalb der Elternbegleitung und der Arbeit
mit der interdisziplinären Gruppe dazu bei, daß die Behinderung
von seiten der Familie und der Gesellschaft allgemein angenommen wird.
F. Die Tätigkeit des Sonderschullehrers innerhalb der Elternberatung
Der Sonderschullehrer für Hörgeschädigte muß:
* mit einem guten Feingefühl ausgestattet sein, für die Auswirkungen der Hörschädigung auf die
familiäre Situation,
* die therapeutische Fachgruppe kennen und selbst, wenn diese entfernt ist, in dauernder Verbindung
mit dieser stehen,
* das Berufsethos der beteiligten medizinischen und paramedizinischen
Gruppen respektieren,
Die Arbeit des Sonderschullehrers in der Elternberatung besteht aus:
- der Information der Eltern über die pädagogischen Ziele der Institution und der Klasse, in der sich
das Kind befindet,
Dies beinhaltet:
* die gebräuchlichen Kommunikationsmittel,
* die angewandten Mittel zur Entwicklung der Sprache,
* die allgemeinen Erziehungsziele,
* die angestrebten schulischen Ziele und die Mittel, diese zu erreichen,
- der Sicherstellung der Übereinstimmung der elterlichen Ziele und der Ziele der Institution und der
Klasse,
- der Sicherstellung der regelmäßigen Zusammenarbeit zwischen:
* den Eltern und ihm selbst,
* den Eltern und der Gemeinschaft der pädagogischen Gruppe,
* den Eltern und der therapeutischen Gruppe,
- der Sicherstellung:
* der Informationen über die schulische Entwicklung des Kindes und besonders über seine
Lernfortschritte,
* der Überlegungen über die maßgeblichen Mittel, welche dem Kind eine schulische
Weiterentwicklung erlauben (abschätzen der individuellen Hilfen, pädagogische Hilfen,
Elterneinsatz...),
Der Sonderschullehrer ist Mitglied der multidisziplinären Gruppe und in dieser Funktion wird er auch den Überlegungen zur Zukunfts- und Neuorientierung des hörgeschädigten Schülers teilnehmen.
Aus pädagogischer Sicht wird er dazu folgende Elemente beitragen:
- das erreichte Niveau in den Lernvorgängen,
- das Verhalten in der Gruppe/Klasse und im erweiterten schulischen Umfeld,
- das Verhalten zur Arbeit in der Schule,
Diese Elemente müssen maßgeblich zur (Neu)orientierung des
Schülers beitragen und müssen in die Elternberatung übertragen,
überlegt und diskutiert werden.
G. Die Tätigkeit von erfahrenen Eltern in der Elternberatung
Bei einer Familie mit einem hörgeschädigten Kind, haben Eltern, die ausgebildet und erfahren sind, eine grundlegende und ergänzende Aufgabe innerhalb der von den Fachleuten übernommenen Elternberatung.
Diese Eltern haben Vorerfahrungen gegenüber der Zielgruppe und
im Verhältnis zur Behinderung ihres eigenen Kindes Abstand gewonnen.
Somit können diese erfahrenen Eltern Vermittler sein, indem sie Botschaft
der Realität und der Hoffnung geben.
Sie führen Treffen zwischen betroffenen Familien bei, die dann erlauben:
- daß man sich gegenseitig austauschen kann,
- daß man seine Gefühle ausdrücken kann,
- daß man Informationen austauschen kann,
Diese Treffen begünstigen die Solidarität und die Gewinnung
einer Distanz zu den unkontrollierten bruchstückhaften Informationen
der Massenmedien, sie liefern genauere Informationen zum Bereich der Hörschädigung
und erreichen das Bewußtwerden der Elternrolle.
Zu diesen Treffen laden die erfahrenen Eltern Fachleute ein, deren Darbietungen,
obwohl die Eltern dies in ähnlicher Form schon gehört haben,
angepaßt und anders aufgenommen werden, dank der besonderen Atmosphäre
dieses Treffens.
Die erfahrenen Eltern müssen Fachleute aus dem psycho-sozialen
Bereich hinzuziehen, um ein eventuelles Abtriften zu vermeiden.
B.I.A.P.
Commission Technique 25
„Guidance Parentale"
_____________
Annexe II A LA Recommandation „B.I.A.P. 25 - 01"
„ Guidance des Parents d'enfants présentant
une déficience auditive, par discipline"
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